Kleine Clubfahrt Pretzien - September 2017

Die kleine Clubfahrt ging Mitte September 2017 nach Pretzien an den Steinbruchsee.

Eigentlich besteht der aus drei Seen: Dem Steinbruchsee, dem "Tiefen See" und dem noch viel tieferen (>40m) "Blauen See".

Ansteigendes Grundwasser hat die Seen mittlerweile verbunden und man kann an den Verbindungsstellen in ca. 5-6m Tiefe von einem zum anderen See tauchen.

Vor dem Grundwasseranstieg waren die jetzigen Seen ehemalige Quarzitsteinbrüche, die bis ca. 1963 in Betrieb waren.

Und an dieser Stelle wird es interessant, lassen sich doch heute noch die Relikte der Steinbrucharbeiten wiederfinden, z.B. Schienen, Loren, Treppen und Werkzeuge. Und wem das thematisch zu einseitig ist, der findet auch einen Drachenflieger, die "wilde Hilde" (ein kleines Motorbootwrack) oder ein Autobahnschild. Wie die da rein gekommen sind, muss Euch die Basisleitung bei Gelegenheit erzählen.

Los ging's Freitag früh. Drei der aktivsten und, man kann es gar nicht anders sagen, bestaussehendsten Taucher, die der Club zu bieten hat, machten sich auf die ca. 580km lange Strecke.

Pretzien liegt, hmm, ja wo eigentlich? Sagen wir mal bei Magdeburg. Und da die Teilnehmerzahl dem Namen "kleine" Clubfahrt alle Ehre machte, konnten wir uns ausnahmsweise fern ab der touristischen Großeinrichtungen in der kleinen Gastwirtschaft "Cafe Braun" einquartieren. Die war dadurch auch gleich voll belegt - und wir familiär aufgenommen.

Doch bevor wir unser Nachtlager heimsuchten, ging's natürlich auf dem kürzesten Weg an und in den See. Idyllisch mitten im Wald gelegen konnten wir uns in ungewohnter Ruhe und Trödelei auf den ersten Tauchgang vorbereiten.

Die Sicht war gut (ca. 6-7m), doch ab ca. 8m Tiefe hat irgendwer die Nebel von Avalon abgelegt: Eine helle Schicht aus Schwebeteilchen, die die Sicht auf max. 60cm verkürzte. Wie wir später noch lernen durften, erstreckte sich die Schicht bis auf ca. 25m Tiefe. Zuviel für den flacheren Steinbruchsee - der Boden war unsichtbar.

Doch die interessanten Fundstücke lagen ohnehin alle im flacheren Wasser und so hatten wir einen ca. einstündigen, erlebnisreichen Tauchgang entlang des Ufers.

Obwohl das Örtchen gefühlt nur 100 Einwohner hat, gab's doch recht imposante Sehenswürdigkeiten. Und da die Basis erst um 10:00 Uhr öffnete, statteten wir gleich am ersten Morgen dem Pretziener Wehr einen Besuch ab.

Das Wehr wurde mit einer Goldmedaille auf der Weltaustellung in Paris 1889 (ja, die mit dem Eifelturm) ausgezeichnet und schützt die Gegend vor dem Elbhochwasser.

Danach führte uns Tauchgang Nummero zwei direkt in den "Tiefen See". Da man beim Fluten der Steinbrüche die Wälder vergessen hatte, standen die Bäume noch alle an Ort und Stelle und schauten oben aus dem Nebel heraus. Wir nutzten die Szene für einen Ausflug durch die Wipfel.

Mittlerweile war es bereits Samstagnachmittag und wir hatten den Drachenflieger noch nicht gesehen. Wider unserer Erwartung fanden wir den Flieger auf Anhieb, was sicher dem vorangegangenem Eiertanz zur Kompasskalibrierung geschuldet war.

Am Drachenflieger gings abwärts bis zum Aufschlag bei ca. 20m. Hier lag unter dem weißen versteckt ein schwarzer Nebel - die Sicht verkürzte sich weiter von 60 auf 6cm. 60cm Sicht erschien uns plötzlich sehr komfortabel, also blieben wir im Hellen und fanden kurz darauf auch die "Wilde Hilde", das zweisitzige Flagschiff des Steinbruchsees.

Von dort ging's wieder hoch und einmal rum um den See, vorbei an Loren, Rädern, Schienen und "Kalle", der die Unterwasseraktivitäten überblickt.

Am Sonntag zog es uns an den sehr viel größeren und sehr viel tieferen "Blauen See". Sicherheitshalber wurde nochmal Luft nachgedrückt und es ging - den Vorrat schonend - zunächst an der Oberfläche auf die andere Seeseite: Der Rückweg entlang des Ufers würde lang werden.

Die ersten körperlichen Verfallserscheinungen reduzierten die Abstiegsgeschwindigkeit zunächst durch notwendige Ausgleichsstopps.

Nachdem "Avalon" durchquert war, klarte sich die Sicht ab 25m deutlich auf. Allerdings war es hier stockdunkel. Und so erkannten wir das untergegangene Waldstück mit den vielen und dicht gewachsenen Ästen auch erst, als wir mitten drin steckten.

Sehr konservativ angelegt, beendeten wir den Tiefgang bei 30m recht schnell und genossen den Rückweg entlang des Ufers auf 6-8m.

Die mit Algen dicht bewachsenen Bäume, die aus dem "Nebel" schauten, bescherten uns einen fast mystisch anmutenden Tauchgang: Wären uns Feen begegnet, wir hätten uns nicht gewundert.

Fazit: Die kleine Clubfahrt fiel diesmal tatsächlich klein, aber dafür derart entspannt aus, dass wir schon in Erinnerungen schwelgten, noch bevor sie vorbei war. Mit dazu beigetragen hat sicherlich die äußerst entspannte Atmosphäre der direkt am See gelegenen Basis. Ein Reiseziel, das nach Wiederholung verlangt.

 

Tauchertag 2017 – Mitmachen erwünscht!

Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juni 2017

Du wolltest schon immer einmal die Welt unter Wasser erleben und die Schwerelosigkeit beim Tauchen selbst ausprobieren? Dann kommst Du am 24. und 25. Juni 2017 voll auf Deine Kosten. Denn da findet der bundesweite TAUCHERTAG statt. Unter dem Motto „Deutschland taucht was“ laden die Tauchsportvereine des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) Neugierige und Interessierte zum Ausprobieren und Mitmachen ein! Zahlreiche Aktivitäten und ein spannendes Begleitprogramm rund um den Tauchsport werden Dich begeistern.

Jeder kann mitmachen 

Altersgerechte Angebote aus den verschiedensten Themenbereichen erwarten erlebnishungrige Familien, Kinder und reifere Menschen. Bei dem abwechslungsreichen Programm ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Vereine widmen sich der Vorführung ihres Vereinsgeländes und der Vorstellung ihrer individuellen Tauchkurs- oder Leistungssportangebote. MITMACHEN wird dabei großgeschrieben! Gäste können beim Schnuppertauchen den Kopf unter die Wasseroberfläche stecken oder bei Gewässerreinigungsaktionen einen Beitrag zum Umweltschutz leisten... Ob Schnuppertauchen, Schnorcheln, Unterwasserspiele, Gewässerreinigungsaktionen oder Unterwasserfilme, die Voraussetzungen für einen spannenden Tauchertag mit Verköstigung und stimmungsvollem Beisammensein sind geschaffen.

Wo kannst du mitmachen?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Aktionen der VDST-Vereine in ihrer näheren Umgebung zu besuchen und vor Ort bei allen Highlights mitzumachen. Jeder teilnehmende Verein hat sein eigenes spannendes Programm ausgearbeitet und wirbt damit in seiner Region. Welcher Verein in Deiner Nähe beim TAUCHERTAG 2017 mitmacht, findest Du auf der Webseite des Verbandes unter www.vdst.de/tauchertag

 

Ruderbergung und Prüfung CMAS**

TCD sucht und findet ein "über Board gegangenes" Ruder.

Beim Neuburgweierer Segelverein (www.nsv-ev.de) ging ein Ruder über die Boardwand und versank im Epplesee. Der Hilferuf der Segler kam bei unserem Christian an und natürlich fanden wir die "Rettung" ein cooles Projekt. Bevor das Ruder versandet, haben wir es so schnell wie möglich geborgen. Nachdem das Ruder erfolgreich an Land gebracht wurde, konnten wir eine großartige Verpflegung genießen.

Ebenso hat Nicole in diesem Jahr das erste Tauchsportabzeichen abgelegt. Sie absolvierte noch nach der Suchaktion ihre letzte Übung und hat jetzt DTSA-Silber (CMAS**). Herzlichen Glückwunsch an Nicole.

Das Wetter war hervorragend und somit war es ein toller Tag für Segler und Taucher.

Der TCD in der Druckkammer

Im Druckkammerzentrum in Freiburg haben wir ein Druckkammerseminar besucht. 13 Delphine haben in Theorie und Praxis einen 50m "Tauchgang" in der Druckkammer mitgemacht. Für alle war es eine besondere Erfahrung bei 38°C und einem Druck von 6 Bar Rechen- und Rätselaufgaben zu lösen. Nochmals vielen Dank an Simone für die perfekte Organisation.

 

HLW-Kurs am 17. September 2016

Symbolbild MedizinAm 17. September war unser HLW-Kurs mit Schwerpunktthema Larynx-Tubus
Es war wieder sehr schön und interessant. Alle waren sich einig: 2017 muss ein weiterer HLW-Kurs durchgeführt werden.